WordPress Inhaltsverzeichnis für Artikel erstellen

Gerade wenn du als Blogger längere Artikel schreibst, ist eine Inhaltsübersicht sehr nützlich. So kann sich der Leser einen schnellen Überblick verschaffen und auch bei Suchmaschinen kannst du damit punkten.
Wie du ein WordPress Inhaltsverzeichnis ganz einfach ausgeben kannst, zeige ich dir in diesem Beitrag.

Welche Vorteile bietet ein Inhaltsverzeichnis?

  • Nutzerfreundlichkeit
    Ein Inhaltsverzeichnis macht vor allem Sinn, wenn es sich um längere Inhalte handelt. Denn dadurch erhält der Leser auf einen Blick eine Übersicht. Und zusätzlich kann er auch direkt zur gesuchten Info springen. Er kommt also schneller und besser ans Ziel.
  • SEO
    Auch Suchmaschinen lesen eine Inhaltsübersicht ein und können den Inhalt besser einordnen. Bei Google können diese Anker-Links zusätzlich auch direkt in den Suchergebnissen angezeigt werden. Das fällt natürlich optisch auf und sorgt für eine bessere Klickrate in den SERPs.

Hier ein Beispiel, wie Google einzelne Punkte aus meiner Inhaltsangabe darstellt.

wordpress inhaltsverzeichnis als jump to links in google serps
Jump To Links in der Google Suche

WordPress Inhaltsverzeichnis Plugins

Du möchtest ein Inhaltsverzeichnis in WordPress Artikeln oder Seiten ganz automatisch einfügen? Dann kannst du dafür eines der vielen Table of Contents Plugins (ToC Plugins) nutzen.

Als Basis für das WordPress Inhaltsverzeichnis nutzen diese Tools einfach die Überschriften des Inhalts. Diese werden mit Sprungmarken versehen und vom Inhaltsverzeichnis aus verlinkt. Ganz automatisch. Du musst dir nur die genaue Hierarchie der Überschriften (h1- h6) überlegen.

Bei den meisten Tools kannst du die Darstellung der Inhaltsangabe auch individuell anpassen. Also z.B. Überschriften auslassen oder auch die Listenansicht stylen.

Hier eine kurze Übersicht der beliebtesten TOC Plugins:

Table of Contents Plus

Table of Contents Plus

Table of Contents Plus ist wohl das bekannteste WordPress Inhaltsverzeichnis Plugin. Es bietet eine einfache Handhabung und lässt sich gut anpassen. Das Design der Übersicht orientiert sich vor allem an der Darstellung der Wikipedia Artikelübersicht. Aber natürlich lassen sich auch eigene Styles definieren.

Neben einem Sidebar-Widget bietet es auch Smooth Scrolling.

Easy Table of Contents

Easy Table of Contents

Auch mit Easy Table of Contents kannst du mit wenigen Klicks automatisch ein Inhaltsverzeichnis in Beiträge und Seiten einfügen.

Da es sich bei diesem Plugin um eine Weiterentwicklung von TOC+ handelt, sind die Features sehr ähnlich. Aber ich finde es besser und angenehmer zu bedienen. So bietet es dir beim Artikel eine Meta Box, über die du dann alle Einstellungen individuell anpassen kannst.

Ein weiterer Vorteil: Das Tool unterstützt auch Rank Math und Page Builder wie z.B. Elementor.

Für viele interessant ist auch das verfügbare Widget. Damit kannst du das Inhaltsverzeichnis in der Sidebar einbinden und auch fixieren, so dass es immer im Blick des Lesers bleibt.

Beispiel Easy Table of Contents
Easy Table of Contents: Links im Artikel, rechts in der Sidebar

LuckyWP Table of Contents

LuckyWP Table of Contents

LuckyWP Table of Contents gefällt mir persönlich am besten. Das Plugin kann sehr gut angepasst werden und arbeitet zudem nahtlos mit Gutenberg zusammen.
Auch dieses TOC Plugin unterstützt Rank Math und die gängigen Page Builder.

Ein Widget für die Sidebar und Smooth Scrolling bietet es natürlich auch.

Hier die Ansicht im Artikel und im Gutenberg Backend.

ToC Demo LuckyWP
WordPress Inhaltsverzeichnis mit LuckyWP

Fixed TOC

Fixed Toc

Fixed TOC ist ein Premium Plugin ($20,- einmalig) zum Einbinden einer automatischen Inhaltsübersicht. Das Besondere an diesem Tool ist die einfache Integration der Inhaltsangabe als fixierte Box in der Sidebar.

Somit bleibt die Zusammenfassung beim Scrollen immer im sichtbaren Bereich.
Bei mobilen Geräten kann die Box auch als kleiner Button dargestellt werden, der erst beim Anklicken die komplette Übersicht öffnet.

Fixed Toc screenshot

Gutenberg Plugins mit ToC Feature

Gutenberg Plugins mit Inhaltsverzeichnis

Neben den speziellen WordPress Plugins für Inhaltsverzeichnisse gibt es auch noch Gutenberg Erweiterungen, die ebenfalls ein TOC Feature bieten.

Diese haben den Vorteil, dass sie direkt als Gutenberg Block verfügbar sind. Somit sind die Einstellungen und auch das Design ganz individuell pro Artikel oder Seite möglich.

Allerdings wird die Übersicht erst angezeigt, wenn du auch den entsprechenden Block in den Artikel einfügst. Der Rest funktioniert dann wiederum ganz automatisch.

Von den von mir getesteten Gutenberg Block Plugins bieten folgende eine ToC-Funktion:

Hier ein Beispiel mit Ultimate Addons, bei dem auch ein 2-spaltiges Layout möglich ist.

WordPress Inhaltsverzeichnis mit Ultimate Addons
WordPress Inhaltsverzeichnis mit Ultimate Addons

Inhaltsverzeichnis mit Elementor

Du nutzt Elementor für die Gestaltung deiner Website? In der Pro Version bietet dir das Plugin auch ein Table of Contents Feature an. Über das TOC Widget kannst du ganz einfach eine Artikel-Übersicht einfügen und schick gestalten.

Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie bei den anderen ToC Plugins. Allerdings lässt sich das Design dabei viel detaillierter einstellen.

Elementor Inhaltsverzeichnis

Natürlich gibt es auch noch Elementor Addons, die ein Inhaltsverzeichnis-Widget anbieten.

Bei Elementpac Pro sieht das dann so aus:

ElementpackPro Toc widget

WordPress Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken

Du möchtest kein extra WordPress Plugin installieren? Dann kannst du ein Inhaltsverzeichnis auch manuell einbinden. Das geht ganz einfach über sogenannte Sprungmarken (Jump to Links oder Anker-Links).

Wenn du den Gutenberg Editor nutzt, kannst du die Sprungmarke direkt bei der jeweiligen Überschrift eingeben. Dazu gehst du einfach in den Überschriften-Block und trägst den HTML-Anker ein. WordPress ergänzt dann den Code um den Anchor Link.

WordPress Gutenberg Editor HTML Anker anlegen

Im Quellcode sieht das dann so aus:

<h2 id="wordpress-inhaltsverzeichnis-mit-sprungmarken">WordPress Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken</h2>

Im nächsten Schritt erstellst du dann das eigentliche Verzeichnis.

Dazu erstellst du einfach einen Listenblock und verlinkst die Listenpunkte mit den Sprungmarken. Wichtig ist dabei die die richtige Schreibweise des Links mit Raute. Also #dein-link-zur-überschrift.

WordPress Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken manuell anlegen

Fazit

Auch wenn meine Beiträge nicht wirklich extrem lange sind, nutze ich fast immer ein Inhaltsverzeichnis. Denn gerade bei Tutorials oder Plugin-Vorstellungen verleiht es dem Inhalt eine übersichtliche Gliederung. Und für den Nutzer ist es hoffentlich eine Erleichterung beim Navigieren durch die einzelnen Abschnitte.

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