Du bist auf der Suche nach einem Cookie-Banner für WordPress? In diesem Beitrag möchte ich Dir ein paar nützliche Cookie Plugins für die Umsetzung vorstellen. Dabei handelt es ich sich sowohl um einfache Hinweis Banner als auch Plugins mit Cookie Opt-In.

Gibt es eine Cookie Banner Pflicht?

Da ich kein Rechtsexperte bin, kann ich hierzu natürlich keine rechtlich verbindliche Aussage machen. Denn aktuell ist noch unklar, welche gesetzliche Regelung in Deutschland überhaupt greift.

Die DSGVO verlangt einen Hinweis auf Cookies, Tracking und auch eine Widerspruchsmöglichkeit. Dies muss auf jeden Fall in der Datenschutzerklärung vorhanden sein.

Erst die ePrivacy-Verordnung sollte dann das Cookie-Handling genauer regeln – doch diese wurde auf das Jahr 2019 verschoben.
Welche Regelung bis dahin gilt, ist nicht so ganz klar. Hier gehen die Meinungen von Anwälten und Datenschutzbehörden auseinander.

Für weitere Verwirrung sorgt zudem die DSK (Konferenz der Datenschutzbehörden). Diese forderte kürzlich in ihrer Positionsbestimmung, dass Tracking nur noch nach Einwilligung des Nutzers erfolgen darf. Und auch Google fordert ab dem 25.05.18 ein Opt-In bei einigen seiner Dienste, wenn z.B. Remarketing genutzt wird.

Zur Risiko-Vermeidung empfehlen die meisten Anwälte nun, die Anzeige eines Cookie-Hinweises. Auch beim Einsatz von Google Adsense wird schon seit 2015 von Google selbst ein Cookie-Hinweis gefordert.

Hier einige interessante Links zum Thema:

https://drschwenke.de/dsgvo-tracking-cookies-online-marketing-gluecksspiel

https://www.wbs-law.de/internetrecht/dsk-viele-cookies-schon-ab-dem-25-mai-nicht-mehr-einsetzbar-ra-solmecke-erlaeutert-die-konsequenzen-77046/

Welche Empfehlungen gibt es?

Einfacher Cookie Hinweis

Wenn Du kein Risiko eingehen möchtest, kannst Du einen einfachen Cookie-Hinweis einblenden. (Für Nutzer von Google Adsense ist dies übrigens schon seit 2015 nötig.) Dieser sollte einen Link zur Datenschutzerklärung beinhalten und auf gar keinen Fall den Link zum Impressum überdecken.

Bei dieser Variante werden beim Öffnen der Seite sofort Cookies gesetzt. Der Benutzer wird über den eingeblendeten Banner darauf hingewiesen und kann nicht direkt widersprechen.

Cookie Banner mit Opt-In

In Hinblick auf die Aussage der DSK empfehlen nun einige Anwälte bei Tracking mit Remarketing-Funktionen das sogenannte Opt-In Verfahren.

Dabei wird beim Betreten der Webseite kein Cookie gesetzt. Erst wenn der Surfer sein OK gibt, wird der Tracker aktiv. Wenn er dies nicht tut oder auf einen Ablehnen-Button klickt, werden auch keine Cookies gesetzt.

Empfohlen wird diese Handhabung z.B. für Google Adsense (von Google selbst gefordert), Google Analytics (mit Remarketing) und Facebook Pixel.

Unabhängig davon solltest Du beachten: In der Datenschutzerklärung selbst müssen die Informationen zu den Cookies festgehalten werden.

WordPress Cookie Plugins

Für WordPress gibt es inzwischen unzählige Cookie Plugins. Daher habe ich einige getestet und stelle Sie Dir hier kurz vor.

 

Cookie Consent

cookie plugins cookie-consent

Mit Cookie Consent kannst Du einen simplen Cookie-Hinweis auf Deiner Seite einblenden. Die Einrichtung ist sehr einfach und das Design kannst Du ganz einfach anpassen:

  • Den Hinweis kannst Du als Bar oben und unten, sowie als Box links und rechts anzeigen.
  • Ausgewählte Seiten können von der Anzeige ausgeschlossen werden.
  • Eine Cookie-Ablehnung kann hier leider nicht eingestellt werden.

EU Cookie Law

EU Cookie Law

EU Cookie Law bietet neben einem Keks-Banner noch zusätzliche interessante Funktionen. So kannst Du auch Skripte noch vor dem Akzeptieren für den Nutzer sperren.

Damit kannst Du z.B. bei eingebundenen Videos von YouTube oder Vimeo die Verbindung zu den externen Diensten blockieren. Erst wenn der Nutzer sein OK gibt, werden die Inhalte angezeigt.

Blockierung von Videos

Vimeo und Youtube Videos lassen sich blockieren. So werden keine Third-Party-Cookies gesetzt.

Auch Google Analytics wird erst nach dem Bestätigen geladen.

Leider habe ich keinen “Ablehnen”-Button gefunden.

GDPR Cookie Compliance

gdpr cookie compliance

Das Plugin GDPR Cookie Compliance ist mehr als nur ein Banner. Es bietet dem Nutzer die Möglichkeit, seine Cookie-Einstellung in einem Popup genau zu verwalten. Hier ein Screenshot:

Cookie Verwaltung

Detaillierte Cookie Auswahl im Popup.

Ich finde das Tool sehr interessant! Die meisten kostenlosen Cookie Plugins bieten ja nur einen Hinweis-Banner und keine Auswahlmöglichkeiten für den Surfer.
Leider bindet es standardmäßig zusätzliche Schriften über Google Fonts ein, von denen ich mich vor kurzem verabschiedet habe. Auch stört mich persönlich der sehr auffällige Powered by Link zum Entwickler.

Ginger – EU Cookie Law

Ginger Cookie

Ginger verspricht eine Plug’n Play Lösung für die Umsetzung der Cookie-Richtlinie. Die optische Anpassung hat in meinem Test auch wirklich kinderleicht funktioniert. Insgesamt macht das Plugin auch einen guten Eindruck, nur hat es in meinem Test nicht die Cookies geblockt. Google Analytics wurde schon beim 1. Aufruf aktiviert und das spätere Deaktivieren hat auch nicht funktioniert. Könnte natürlich auch an mir liegen…

Cookie Notice von dFactory

Cookie notice dfactory

Cookie Notice nutze ich schon seit einigen Jahren auf verschiedenen Webseiten und bin absolut zufrieden damit. Das Plugin bietet zwar nicht ganz so viele Einstellungsmöglichkeit, aber für mich hat es bisher ausgereicht.

Das Design und auch die Position des Banners kannst Du gut und einfach anpassen. Auch kannst Du Third-Party-Cookies wie z.B. Analytics schon beim 1. Besuch der Seite blockieren.

Wie Du Google Analytics mit einem Opt-In einrichten kannst, erkläre ich Dir am Ende des Beitrages.

Borlabs Cookie

Borlabs Cookie

Borlabs Cookie ist ein kostenpflichtiges Cookie Plugin mit vielen Features. Zudem bietet es einen sehr guten Support, den ich selbst schon genutzt habe.

Ähnlich wie bei GDPR Cookie Compliance kann der Benutzer wählen, welche Cookies er zulassen möchte. Durch diese Opt-In Lösung ist man auf jeden Fall für die kommende ePrivacy-Verordnung gewappnet.

Cookie Auswahl borlabs

Screenshot Cookie Auswahl

 

Das Banner-Design kannst seit dem letzten Update ganz einfach an Deine Wünsche anpassen. Die Cookie-Einstellungen selbst sind sehr gut zu bedienen. So gibt es bereits Voreinstellungen für Google Analytics und Facebook Pixel. Hier musst Du einfach nur die Tracking-ID eintragen, fertig!
Natürlich funktioniert Borlabs Cookie auch mit vielen anderen Diensten wie beispielsweise:

  • Matomo (Piwik)
  • Adsense
  • Google Maps
  • Vimeo

Auch iframes von z.B. YouTube kannst Du blockieren und Borlabs speichert das Vorschaubild auf Deinem Server.

Borlabs youtube blockieren

Geblocktes YouTube Video mit lokal gespeichertem Screenshot.

Ich nutze Borlabs Cookie selbst auf einer meiner Webseiten und kann es absolut empfehlen! Es ist zwar nicht kostenlos, aber der einmalige Kaufpreis von €29,- ist für den großen Funktionsumfang und Support absolut gerechtfertigt.
Und mit dem Gutschein-Code WEBTIMISER erhältst Du eine Ermäßigung von 5% auf Deinen Kauf.

Weitere Infos zu dem Plugin findes Du auch in meinem Beitrag Borlabs Cookie Anleitung.

 

Google Analtytics Opt-In mit Cookie Notice

Da ich schon oft gefragt wurde, wie man mit Cookie Notice Google Analytics blockieren kann, findest Du hier eine Kurzanleitung.

Wenn Du den Analytics-Code bisher über die Theme-Einstellungen oder ein anderes Plugin eingebunden hast, musst Du ihn dort rausnehmen. Der Code sollte nur noch in Cookie Notice stehen, damit er nicht doppelt ausgegeben wird.

Die Einstellungen für das Plugin findest Du unter > Einstellungen > Cookie Notice.

Hier musst Du zunächst den Button zum Ablehnen anhaken und den entsprechenden Text eingeben.
Anschließend kannst Du im Feld Script-Blockierung den Analytics Code wie im Screenshot eingeben.

cookie notice script blockieren

Google Analytics Code einfach ins Feld Script-Blockierung einfügen.

Die Cookie-Bar sind dann ungefähr so aus:

cookie banner

Leider sind nun alle Optionen gleichwertig als Buttons dargestellt. Damit der OK-Button auch deutlich hervorgeben wird, kannst Du einfach das Design per CSS anpassen.

Hier die Code-Snippets zu meinem Beispiel:

OK-Button: deutlich sichtbar als Button dargestellt.

#cn-accept-cookie {
    background: #fff;
    line-height: 18px;
    padding: 6px 36px;
    background-color: #fff;
    border: 1px solid #BBB;
    color: #333;
    -moz-box-sizing: border-box;
    border-radius: 3px;
    cursor: pointer;
    display: inline-block;
    font-size: 14px;
    font-weight:bold;
    text-decoration: none;
    white-space: nowrap;
}

Text für die Cookie-Ablehnung: absichtlich ganz dezent nur als Text-Link.

#cn-refuse-cookie {
    color: #ddd;
}

Link zur Datenschutzerklärung: ebenfalls nur als Text-Link, aber nicht ganz so unscheinbar wie der Ablehnen-Link.

#cn-more-info {
    color: #fff;
    text-decoration: underline;
}

 

angepasst cookie bar

 

 

Durch diese Einstellungen wird Google Analytics beim Betreten der Webseite nicht mehr geladen. Erst wenn der Benutzer auf OK klickt, beginnt das Tracking. Wenn der User auf Nein klickt oder den Banner ignoriert, wird auch nicht getrackt.

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